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Frohe Weihnachten!

Liebe Freunde, Partner und Wegbegleiter,

das Team vom Weltladen an der Planie und vom Weltladen Bad Cannstatt wünscht Ihnen
und Ihren Familien ein Frohes Weihnachtsfest und alles Gute für 2023.

Nach einem sehr herausfordernden 1. Halbjahr, immer noch überschattet von Corona, konnten wir nach den Sommerferien wieder ein bisschen Hoffnung und Zuversicht schöpfen.

Es war wieder spürbar Leben in der Innenstadt und auch das Weihnachtsgeschäft findet in diesem Jahr unter fast normalen Bedingungen statt.
Was uns allen sicher viel Energie gegeben hat, waren die persönlichen Begegnungen, die wieder gelebt werden konnten.
All die Kundengespräche, Begegnungen mit Lieferanten und Handelspartnern und der Austausch mit anderen Weltläden sind nicht wirklich befriedigend zu ersetzen durch facebook und Instagram.
Es war nach langer Durststrecke wieder ein farbigerer, intensiverer Alltag.

Im nächsten Jahr haben wir einiges vor.
Im Jahr 1973 eröffnete in Stuttgart, in der Blumenstr. der erste Weltladen in Deutschland.
Dies nehmen die 8 Weltläden in Stuttgart natürlich zum Anlass, die Weltladenbewegung und den fairen Handel zu feiern.
Wir stecken mitten in den Vorbereitungen und werden im nächsten Jahr richtig auf uns aufmerksam machen.
Denn unsere Ziele sind aktuell wie eh und je:
Gerechtigkeit und die Verbesserung der Lebenssituation der Menschen im globalen Süden und auch hier in Europa.
Wir sind immer noch auf dem Weg!

Herzliche Grüße,

das ganze Weltladenteam Planie und Bad Cannstatt

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Die Faire Woche 2022

Die Faire Woche 2022 findet vom 16. bis 30. September 2022 zum Thema „Textilien“ unter dem Motto „Fair steht dir – #fairhandeln für Menschenrechte weltweit“ statt.

Unter dem Motto „Fair steht dir #fairhandeln für Menschenrechte weltweit“– beschäftigt sich die Faire Woche 2022 mit menschenwürdigen Arbeitsbedingungen und nachhaltigem Wirtschaften in der Textil-Lieferkette.

Der Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch vor knapp neun Jahren hat viele Menschen wachgerüttelt. Das große Unglück, bei dem über 1.100 Menschen starben, steht noch heute als Beispiel für die katastrophalen Zustände in den Fabriken der Textilindustrie. Einige positive Entwicklungen haben seitdem stattgefunden, doch noch immer gilt die Textil-Lieferkette als extrem anfällig für Menschenrechtsverletzungen und Umweltprobleme. Unbezahlte Überstunden, ein Lohn, der nicht zum Leben reicht und fristlose Kündigungen sind nur ein Teil der Problematik. Schnell wechselnde Kollektionen und Modetrends, niedrige Preise und Fast Fashion kommen hinzu und erhöhen den Druck auf Näher*innen im Globalen Süden, die innerhalb kürzester Zeit Massen an Kleidung produzieren.

https://www.faire-woche.de/faire-woche-2022

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Weltladentag 2022: MÄCHTIG unfair!

Im Jahr 2021 hat die Weltladen-Bewegung zusammen mit anderen Akteuren aus dem Fairen Handel und der Zivilgesellschaft wichtige Meilensteine erreicht. Mit dem Lieferkettengesetz und dem Gesetz gegen unfaire Handelspraktiken hat die Bundesregierung 2021 zwei zentrale politische Anliegen endlich umgesetzt. Mit dem Weltladentag am 14. Mai 2022 will die Weltladen-Bewegung nun auf die nächsten Meilensteine hinwirken.

Denn: Schlechte Arbeitsbedingungen, Niedriglöhne und Menschenrechtsverletzungen sind noch immer Teil des Alltags vieler Menschen weltweit. Besonders absurd erscheint es, wenn einzelne Unternehmen immense Gewinne machen, während Produzent*innen am Anfang der Lieferkette um ihre Existenz kämpfen. Oft erhalten sie für ihre Bananen, ihren Kaffee, Kakao oder ihre Milch viel zu niedrige Preise, mit denen sie nicht einmal die Produktionskosten decken können. Der großen Macht- und Verhandlungsposition der Unternehmen können die Produzent*innen oft nichts entgegensetzen. Die Corona-Krise hat dies noch verstärkt. Weltläden in ganz Derutschland machen rund um den Weltladentag darauf aufmerksam: Das ist MÄCHTIG unfair!

Deshalb fordert die Weltladen-Bewegung: Dumping-Preise, die nicht einmal die Produktionskosten decken, müssen verboten werden! Stattdessen braucht es endlich eine gerechte Verteilung der Gewinne entlang der Lieferkette und existenzsichernde Einkommen weltweit.

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Kampagne gegen irreführende Werbung

„Schokolade von ALDI? Die ist doch niemals fair gehandelt bei den Preisen!“ Mit diesem Marketing-Spruch versucht ALDI mit einer Kampagne auf die eigenen Produkte, die zertifizierten Kakao enthalten, aufmerksam zu machen. Diese Kommunikation von Aldi wollen und können wir so nicht stehen lassen!


Fair gehandelte Produkte im Supermarkt? Gut ist dies, um möglichst viele Menschen zu erreichen und die Produzent*innen durch höhere Umsätze zu stärken. Gleichzeitig sind nun mal aber auch die großen Lebensmittelkonzerne mit Ihrer Marktmacht für einen Teil der Probleme verantwortlich, die der Faire Handel zu beheben versucht. Deswegen braucht es ein anderes Denken und andere Strukturen. Genau dafür steht der Faire Handel der Weltläden.

ALDI wirbt mit „fairer Schokolade“, dabei ist der Großteil der „nachhaltig“ zertifizierten Schokolade in den Eigenmarkenartikeln bei ALDI über UTZ/Rainforest Alliance zertifiziert, und das ist definitiv kein fairer Handel (s. Einschätzung des Forum Fairer Handel)! Bei diesen Zertifizierungen gibt es nicht einmal einen festgelegten Mindestpreis (anders als bei fairtrade) – also kein Wunder, dass die „faire“ ALDI-Schokolade so billig ist!

Da der Begriff „fair“ rechtlich nicht geschützt ist, darf ALDI solche Behauptungen aber äußern. Die Schokolade mit Fairtrade-zertifiziertem Kakao wird zudem unter Anwendung des „Mengenausgleichs“ hergestellt, kann also mit konventioneller Schokolade vermischt werden. Noch ein Grund dafür, dass die „faire“ ALDI-Schokolade im Vergleich zu unseren hochwertigen, wirklich fairen Schokoladen im Weltladen viel billiger erscheint.

Und: ALDI ist für den Preisdruck im Lebensmittelhandel hauptverantwortlich – der faire/nachhaltige Handel ist also deutlich erkennbar ein Feigenblatt.

Warum wollen wir Menschen einladen in den Weltladen zu gehen? – Weil Weltläden nicht nur fair gehandelte Produkte verkaufen wollen, sondern eine Vision von einer gerechteren Welt haben. Weltläden setzen sich für ein anderes Miteinander der Akteure entlang der Lieferkette ein – wobei der Mensch im Mittelpunkt steht, und nicht der Profit. Deswegen möchten wir Menschen mit einer Kampagne dazu einladen, Ihre Schokolade lieber im Weltladen zu kaufen und nicht dem Werbespruch von ALDI aufzusitzen.

 

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Die Rettungskette – Zeichen der Solidarität mit Geflüchteten im Schlossgarten

Die Stuttgarter Weltläden demonstrierten mit einem breiten Bündnis am 18.09.2021 im Stuttgarter Schlossgarten für die Belange von Geflüchteten und Rettern.

Corona-konform und aufmerksamkeitswirksam wurden eine Woche vor der Bundestagswahl Rettungsringe auf den beiden Rasenflächen zwischen dem Hotel am Schlossgarten und dem Schauspielhaus Stuttgart gebildet.
„ Wir wollen ein Zeichen setzen und deutlich machen: Ein großer Teil der Zivilgesellschaft ist nicht damit einverstanden, dass Menschen auf dem Mittelmeer ertrinken und Hilfesuchende an den EU Außengrenzen zurückgedrängt oder in Lagern zusammengepfercht werden“, so David McCuddy, Asylreferent im Asylpfarramt.